Tag 7 Münster – Lienen 76 KM

Heute schon wieder sehr früh aufgewacht. Erst döse ich noch ein wenig, doch dann fange ich als bald an meine Siebentausend Sachen zu packen. Da ich ja Karinas Wohnungschlüssel noch zurückbringen muss. Bedeutet 5 km extra, die ich gerne in Kauf nehme. Also Schlüssel weggebracht und anschließend in die Innenstadt zum frühstücken. Auf einem riesigen Flohmarkt hab ich mir nen Sesamkringel und ein Pain Chocolat gekauft. Den Kringel hab ich gleich verputzt und das Schokoteilchen für später aufgehoben. Sieben Minuten später war schon später. Dann raus aus der Stadt und rein in Wald Feld und Flur. Bald waren die Wege so schlecht, dass ich auf dem Sattel auf und ab gehüpft bin. Ich war nach 40 Km so geplättet, dass mir Zweifel kamen es gesund und ohne Verlust meiner….(lassen wir das) es bis Osnabrück zu schaffen. In Lienen angekommen suchte ich nach einer Ladestation. Leider war sie geschlossen, da die dazugehörige Kneipe es auch war. Der Accu wurde heut richtig strapaziert. Eine Pizzeria schloss just ihre Tore als ich drauf zu steuerte. Ein Café war noch offen und ich gönnte mir ein Stück Samstagsstreuselkuchen und nen Kaffe. Ich fragte die nette Dame die mich bediente ob sie vielleicht wisse ob es einen Campingplatz in der Nähe gibt. Ich hatte Glück! 6 km weiter würde sich ein sehr schöner Platz befinden. Es würde aber sehr steil nach oben gehen. Wer schon einmal die Steigung von Mettlach nach Orscholz hochgeradelt ist, der weiß was steil bedeutet 💪💪💪🥵🥵🥵 kann also nicht so schlimm sein. War es aber. Noch ganz unten überholte mich eine Rennradtruppe im Affenzahn. Als es dann richtig zur Sache ging, schaltete ich in Powermodus und verlangte dem Accu alles ab. Dann sah ich auch schon den ersten Rennfahrer der ja eigentlich der letzte war. Ich gab alles. Aufrecht sitzend bin ich an ihm vorbei und grüßte ganz freundlich. Man konnte förmlich spüren wie ihn seine Kraft verließ. Einen nach dem anderen hab ich überholt. Ich fühlte mich wie Mr. Bean auf dem Solex bei einem Motorradrennen. Danach ging’s mir richtig gut.

Am Campingplatz angekommen, bot mir die nette Dame gleich eine Hütte an. Richtig schnuckelig. Hab sie gleich bezogen und danach noch was gefuttert und jetzt lieg ich in meinem Entenstall.

Morgen versuche ich nach Bremen zu kommen.

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