Tag 13 Jelling – Engesvang 64 km

Moin moin, war das eine ruhige Nacht. Wider allen Befürchtungen blieb es doch ruhig. Um halb sieben treibt es mich aus dem Schlafsack und ich schlendere mal zur Rezeption des Campingplatz. Zufällig ist dort eine Angestellte in der Garage zu Gange und ich kann meinen fahrbaren Untersatz früher als gedacht an mich bringen. Schnell zum Zelt zurück und schon mal alles zusammengepackt. Aber das Zelt ist noch zu nass und ich beschließe abzuwarten bis die Sonne drauf scheint. Hab mir erst mal nen Kaffee gekocht und das Gelände näher angeschaut. Der Platz liegt direkt am Ufer des Fårup See. Bei schönem Wetter kann man hier bestimmt einiges unternehmen. Aber zur Zeit sind fast ausschließlich Festivalbesucher anwesend. Die wenigen Urlauber oder Dauercamper haben sich in ihren Burgen verbarrikadiert. Vereinzelt sehe ich welche an ihren Tischen beim Frühstück. Bei den „Rockern“ hört man nur geschnarche. Als ich zurück bin, war das Zelt schon soweit abgetrocknet, dass ich es einpacken konnte. Dann wollte ich zum Kiosk belegte Brötchen kaufen und noch nen Kaffee dazu, aber leider hatte die gute Dame in leidlichen Deutsch gemeint, dass sie keine Sandwichs verkauft. Aber Frühstücken konnte sie mir anbieten. Ja, dann nehm ich Frühstück. Wieviel ich denn haben möchte? Ja seh ich denn so verhungert aus? Nätürlich wollte ich nur ein Frühstück. Sie packte mir das Frühstücken in eine Tüte, den Kaffee drückte sie mir in die Hand und bediente schon die anderen Kunden die etwas ungeduldig hinter mir warteten. Ich setzte mich mit meinem Frühstücken samt Kaffee nach draußen und staunte nicht schlecht als mich ein einzelnes Mohnbrötchen anlachte. Da dämmerte mir, dass es sich um ein Verständigungsmissgeschick (hab soeben ein neues Wort erfunden) handeln konnte. Frühstücken nennt man hier wohl Brötchen. Lass es dir schmecken Manni. Es fing auch noch zu regnen an und mit einem dritten Kaffee hab ich mich unters Vordach der Rezeption verdrückt. Es war bereits halb zehn als ich endlich loskam. Oben im Ort angekommen gab es Kultur auf meiner Cooltour. Hier haben vor 1000 Jahren Wikingerkönig Gorm und sein Sohn Harald Blauzahn, der Erfinder des Bluetoth, besser gesagt der Namensgeber dessen, einen Grabhügel errichtet und ein über 300 meter langes Wikingerboot aus Steinen gebaut. Drumherum wurden auf 1,4 km Länge ein Palisadenzaun gezogen der heute mit riesen Betonpfeiler markiert ist. All das hat mir so gut gefallen, dass ich komplett die Zeit vergaß und um kurz vor Mittag weiterfuhr. Es ist Mittag und ich bin noch keine 5 km weit gekommen. Aber niemand drängt mich. Da das Wetter heute recht viele Schauer versprach und Windgeschwindigkeiten von über 50 km/h angesagt wurden, wollte ich nur eine kurze Etappe hinlegen. Ich kämpfte die nächsten 60 Kilometer gegen dieses Wetter an und hab mich dann in einer B&B Pension eingemietet. Nach dem kargen Frühstücken heut morgen meldete sich doch der Hunger an. Mal sehen was Real Turmat heute so zu bieten hat. Euch allen ein gut’s Nächtle.

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