Nachtrag Tag 16 +17 Blokhus – Hirtshals 69 km und Ruhetag

Gestern am Montag den 30 Mai bin ich nach 16 Tagen an meinem ersten Etappenziel angekommen. Die Fahrt war eigentlich ganz gemütlich. Beim aufstehen ließ ich mir viel Zeit. Kochte in aller Seelenruhe Kaffee und ließ mir das Frühstück schmecken. Der Weg führte zeitweise direkt über den Strand was sich am Anfang etwas schwierig gestaltete, aber dann ganz nah am Wasser war der Boden fest und ich fuhr wie auf einem Teppich. Es ging durch Dünenlandschaften in denen Ferienhütten eingebettet liegen. Man konnte meinen, dass jeden Moment eine Tür aufgeht und ein Hobbit gleich seinen Bauch in die Sonne streckt. So erreichte ich dann bummelnd nach knappen 70 km Hirtshals. Der Campingplatz lag direkt am Ortseingang in Strandnähe. Ich stellte mich in der Rezeption vor und sagte dass ich eine Hütte reserviert hätte. Freudestrahlend kam er mit dem Paket der mein Rucksack und andere Wanderutensilien enthielt aus seinem Büro, in dem er jetzt wieder Platz zum arbeiten hatte. Ich bekam die Hütte zugewiesen, die ich dann sofort in Beschlag genommen hab. An einem Imbissstand verspeiste ich einen Lachsbürger mit Pommes und unterhielt mich mit der schwäbischen Besitzerin des Imbiss. Das heißt, sie unterhielt mich und ich konnte immer nur ja, nein und oohhhh sagen. Meine Gedanken kreisten darum, wie diese Frau denn atmen tut. Gesehen hab ich das jedenfalls nicht. Anschließend bin ich in den Ort gefahren um mir was zum anstoßen zu besorgen. Aber nach einem Tanqueray war ich so platt, dass ich um 10 uhr schon die Augen geschlossen habe.

Heute morgen hab ich dann den Rucksack um und ein und aus und ein und aus aus und eingepackt. Beim 42. mal passte es dann. Grad hatte ich mich an die Fahrradtaschen gewöhnt und sowas wie System drinnen gehabt, muss ich mich wieder umgewöhnen. Zwischenzeitlich hab ich all meine Wäsche in die Waschmaschine befördert und sie ein letztes mal für wer weiß wielange in einer Maschine gewaschen. Ab jetzt ist Handwäsche angesagt. Bin dann noch zum Fähranleger geradelt, um zu sehen wo das Boot morgen ablegt. Ist ziemlich weit draußen. Gute 5 Km sind’s zu Fuß. Ich fragte an der Rezeption vom Campingplatz ob ein bus vielleicht da hinfährt. Fehlanzeige. Eine Camperin die grade eincheckte bekam das gespräch mit und erklärte sich bereit, mich morgen früh um 8 uhr zum Terminal mitzunehmen. Was ein Glück! ansonst hab ich den Ruhetag mit viel schlafen und einundauspacken verbracht.

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