Tag 26, Tag 8 NPL Evje – Dølemo 52 km, davon etwa 30 km mit dem Bus.

Noch etwas geschwächt vom gestrigen Tag beschließe ich heute eine Etappe nach Vegusdal mit dem Bus zurückzulegen und die restlichen 22 Km nach Dølemo zu laufen. Ich möchte endlich vom Asphalt runterkommen bevor ich mir meine alten Knochen vollends ruiniere.Die Gegend um die Straße ist voll schön und teilweise spektakulär und lässt die morgige Etappe erahnen. Morgen geht’s in die Fyresdalsheiane, wo ich zum erstenmal und für die nächsten 150 km die Straße verlasse. Ich hoffe dass sich bei mir der Wanderflow endlich mal einstellt. Bisher war es ehrlich gesagt nur ein rumgegurke auf der Straße. Abwechslung brachten mir nur die Feierabende und die Ruhetage. Aber die Straße gehört nun mal dazu. Am späten Nachmittag treffe ich auf dem Camping in Dølemo ein. Der Lebensmittelladen auf dem Platz ist auch gleichzeitig die Rezeption. Ich frage die junge Dame, Janine heißt sie, auf englisch ob noch ein Platz für mich und mein Zelt frei wären. Sie murmelt etwas unverständlich auf deutsch, dass sie gar kein englisch spricht. Dann unterhalten wir uns doch in deutscher Sprache….klar hätte sie noch einen Platz, ist ja nicht viel los hier. Sie fragt ob ich auch zum Nordkap will, denn es war vor 2 Wochen schonmal ein deutscher hier der NPL läuft und fast alle kommen sie hier durch. Markus heißt der gute und ich glaub ihn zu kennen. Ich folge Markus auf Instagramm und er gibt wervolle Tips über seine Route, die ich ja auch gehe. Er ist sozusagen als Scout unterwegs. Hallo Markus, schönen Gruß von Janine!

Ich kaufe mir noch ne Dose Bier für 3,50€ -ist im Angebot weil es ein Weihnachtsbier vom letzten Fest ist. Aber noch trinkbar. Ich setze mich vor die Tür an eine Tischgarnitur und Janine gesellt sich zu mir und wir plaudern über Norwegen und wandern und wie man als deutsche alles hinter sich lässt und ein zufriedeneres Leben in Norwegen lebt. Mittlerweile nieselt es etwas und ich warte noch mit dem Zeltaufbau, genehmige mir ein 2. Weihnachtsbock. Währenddessen gesellt sich eine Freundin von Janine zu uns, der dieser Laden früher mal gehört hat und schon 15 Jahre in Norge lebt. Sie erzählt, dass die schon einige NPLer bewirtet hatte und für Simon und Anni ein Depotpaket angenommen hatte. Sie erzählte auch, dass es Anni gar nicht gut ging, wegen ihrer geschundenen Füße und Simon sich in Evje den Flotten Otto geholt hatte. So wie ich gestern. Ich hatte vor ein paar Tagen nochmals Simon’s Blog gelesen und genau diese Geschichte hab ich dann von einer Augenzeugin zu hören bekommen. Wenn ich mich recht erinnere heist diese Frau Daniela. Hallo Simon, hallo Anni, ich soll euch von Daniela grüßen.

Dann bau ich mein Zelt auf und mach auch meine erste Bekanntschaft mit den nervigen kleinen Mücken. Zum Glück sind sie noch nicht in so großen Schwärmen unterwegs.

Ich finde im Küchentrakt eine Waschmaschine, schmeiß meine Wäsche rein, gebe etwas Spülmittel hinzu und wasche alles zusammen, Strümpfe, Unterhosen, T-Shirts und Wanderhose bei 30 ° Anschließend dusche ich und mach mir Abendbrot. Nun sitz ich hier und schreibe. Ob ich in den nächsten Tagen berichten kann, steht noch in den Sternen. Ich glaube nicht, dass es auf den Hütten Strom gibt. Oder gar Internet. Es geht mitten durch die Pampa, mindestens für eine Woche. Also wenn ihr die nächsten Tage nichts von mir hört oder lesen könnt, macht euch keine Sorgen. Es geht mir wahrscheinlich gut. Bis dann.

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